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Kleintierpraxis Dr. Sabine Gordon |
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Praktizierende Tierärztin, Fachtierärztin für Chirurgie, Augenheilkunde |
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· Tierheim: Mischlings- und Rassehunde, oft schon kastriert, geimpft und entwurmt. · Züchter (Zuchtclubs, Zeitungsinserate): auf Haltungsbedingungen achten, Anzahl und Zustand der Hunde, Zugehörigkeit zu Zuchtclub, Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen.
Welcher Hund passt zu mir?
Entscheidung nicht nur "aus dem Bauch" heraus, sondern abhängig von eigenen Gewohnheiten, sowie wie und wo man wohnt. · Größe des Hundes: sollte passen zur Größe der Wohnung (und des Autos). · Bewegungsfreude und Freude an der Natur des Besitzers. · Pflege des Hundes: · Kurzhaar (Stockhaar)- kurze bis mittellange Deckhaare, kurzes, feines Unterhaar. · "pflegeleicht", regelmäßiges Bürsten genügt, bei Nässe mit Handtuch trockenreiben. Schutz vor Kälte (viel Bewegung im Freien, trockener, warmer Unterschlupf). · Abgestorbene Haare fallen einzeln heraus. · Langhaar- langes, feines, teils auch lockiges Deckhaar, dichte und feine Unterwolle. · braucht bei Nässe länger zum trocken Werden; regelmäßiges, sorgfältiges Bürsten und Kämmen nötig; Hunde frieren nicht so leicht. · Abgestorbene Haare fallen meist in lockigen Flocken heraus. Rauhhaar- Deckhaar aus längeren, harten "Grannen", dichte Unterwolle. Dieser Felltyp ist geeignet für widriges Wetter. Fellpflege besteht meist aus Säubern mit grober Bürste oder Trimmkamm, Kenner zupfen mit Handarbeit tote Haare heraus. Rauhhaar fällt meist nicht aus, sondern bleibt im übrigen Haarkleid hängen. Sonderfälle- lockiges Langhaar beim Pudel, Schnürhaar bei den ungarischen Hirtenhunden: Pflege meist durch Fachleute. · Rasse und Charakter des Hundes
· Kynologische Einteilung der ca. 350 verschiedenen Hunderassen in 10 Gruppen: · Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde, z.Bsp. Schäferhunde · Gruppe 2: Pinscher, Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde · Gruppe 3: Terrier · Gruppe 4: Teckel · Gruppe 5: Spitze, nordische Hütehunde, Hunde vom Urtyp (Kanaan Hund) · Gruppe 6: Lauf- und Schweißhunde, z.Bsp. Basset, Beagle. · Gruppe 7: Vorstehhunde, z.Bsp. Weimaraner, Dt. Drahthaar, Dt. Kurzhaar · Gruppe 8: Apportier-, Stöber- und Wasserhunde, z.Bsp. Spaniel, Retriever, Rhodesian Ridgeback · Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde, z.Bsp. Dalmatiner, Chihuahuas, Bulldoggen Gruppe 10: Windhunde, z.Bsp. Greyhound, Afghane.
Rassetypische Erkrankungen
* Ca. 400 im Erbgut verankerte Erkrankungen beim Hund bekannt * Erbgang oft nicht geklärt * Auch Mischlingshunde betroffen * Kongenital (in den ersten 8 Lebenswochen erkennbar) * nicht kongenital: juvenil: 8 Wochen bis 8 Jahre senil: ab 8 Jahren
Beispiele * Bewegungsapparat: Kniescheibenverlagerung, Hüftgelenksdysplasie * Augenheilkunde: Lidfehlstellungen, Grauer und Grüner Star, PRA * Kreislaufsystem: Herzklappenfehler, dilatative Cardiomyopathie
Vorsorgeprogramme * Entscheidung der Zuchtklubs * Vorsorgeuntersuchungen auf erbliche Augenerkrankungen * Untersuchungen auf Patellaluxation (Kniescheibenverlagerung) * HD und ED- Röntgen * Herzultraschall
Zahngesundheit
Gebiß des Hundes Erste Milchzähne beim Welpen im Alter von 4-5 Wochen. Milchgebiß: 28 Zähne. Zahnwechsel beginnt ca. mit 4 Monaten und ist mit 6- 7 Monaten abgeschlossen. Bleibendes Gebiß: 42 Zähne
Zahnwechselstörungen Persistierende Milchzähne (am häufigsten des Caninus) Nichtanlage von permanenten Zähnen: röntgenologische Dokumentation !!!! Verlagerung bleibender Zahnkeime Kieferanomalien
Zahnerkrankungen Kariesbefall Parodontose Zahnfrakturen
Prophylaxe Zuchthygiene Gesunde, hundegerechte Ernährung Zähneputzen Kaustreifen oder Zahnpasten mit Enzymen Regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt Vorsicht bei Stöckchenwerfen, Steinbeißen, Verbeißen in Gitter oder Kette etc.
Ernährung
· mehrfach täglich ist besser als 1x täglich (Magendrehung bei großen Hunden!) · Ruhe nach dem Füttern · risches Wasser immer frei zugänglich · Regelmäßige Gewichtskontrolle · eine Fütterung von Knochen (Steckenbleiben, Verletzung des Darmes durch scharfe Splitter) · Kein rohes Fleisch (tödliche Aujeszky-Krankheit durch infiziertes, rohes Schweinefleisch) · Aujeszky- Krankheit, Pseudowut: · Herpesvirus suis · Inkubationszeit: 2-9 Tage · Symptome: Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Kehlkopflähmungen, Speicheln, extremer Juckreiz, teils Tobsuchtsanfälle und Krämpfe. Tod nach 24- 36 Stunden. · Autopsie!! · Gesunder Menschenverstand! · Fertigfutter (Feucht-, Trockenfutter) oder Selbstgekocht. · Bei Fertigfutter kein Zusatz von Mineralstoffen (Calcium-Phosphor- Haushalt) · Bei selbstgekochten Rationen: bewährte Rezepte oder Überprüfung der Ration durch eine computergestützte Rationsberechnung.
Literaturempfehlung Dobenecker, Thielen: "Was Deinem Hund schmeckt", Naturbuchverlag - leider vergriffen- von Cramm: „Die schnelle, feine Hundeküche“
Parasiten
A. Parasiten/ Würmer im Darm
Haken-, Spul- und Bandwürmer
* geben Eier ab, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Eier i.d.R. nicht sichtbar. * bei starkem Befall gehen ganze Würmer mit dem Kot ab oder werden erbrochen (Spulwürmer sehen wie Spaghettis aus, Bandwürmer wie Reiskörner) * Gefährdung des Menschen: Spulwurmlarven können wandern und schwere Organschäden hervorrufen. Fuchsbandwurm beim Menschen meist tödlich.
Prophylaxe 1. Entwurmung des Hundes 2. Rasche Entfernung von Kot im Gelände 3. Regelmäßige Reinigung von Zwingern, regelmäßiges Wischen und Staubsaugen in der Wohnung und Waschen der Hundedecken 4. Abwaschen der Eß- und Trinknäpfe nach jeder Mahlzeit 5. Kein rohes Fleisch füttern 6. Flohbekämpfung (Flöhe können Bandwürmer übertragen) 7. Verhindern, daß Hund gefundene Kadaver frißt 8. Waschen der eigenen Hände besonders vor dem Essen, nach der Gartenarbeit sowie bei Kindern auch nach dem Spielen im Sandkasten. 9. Dem Hund kein Küßchen geben, sich nicht vom Hund das Gesicht ablecken lassen. 10. Gründliches Waschen von Fallobst, Früchten und Gemüsen aus dem Garten.
B. PARASITEN DER HAUT
Flöhe, Milben, Zecken
Flöhe: Hund kann vom Hunde- oder Katzenfloh befallen werden. Aus dem Flohei entsteht die Flohlarve, daraus die Flohpuppe, daraus dann der erwachsenen Floh. Nur die erwachsenen Flöhe saugen Blut. Krankheitsanzeichen: Stichstellen mit Schwellung, Rötung und Juckreiz Flohkot im Fell Häufig Allergie auf Flohspeichel
Prophylaxe: Halsbänder, Sprays und Lösungen mit Insektizid, alle 4 Wochen (Vorsicht vor allem für Kinder) "Pille" für den Floh Umgebungssprays 3 Tage lang gründliches Staubsaugen mit sofortigem Entfernen des Staubsaugerbeutels Waschen der Hundedecken
Milben Ohrmilben, Sarkoptesmilben, Demodexmilben Ohr- und Demodexmilben unter dem Mikroskop, Sarkoptesmilben im Bluttest erkennbar. Behandlung hängt von der Art der Milben ab.
Zecken Saisonales Auftreten zwischen April und Oktober Vorkommen besonders in Laub- und Mischwäldern, Büschen, Parks, naturnahe Gärten Können Viren und Bakterien übertragen. · FSME, Frühsommerhirnhautentzündung- beim Hund extrem selten · Borreliose · Symptome: immer wiederkehrende Fieberschübe mit Mattigkeit und Appetitlosigkeit · Gelenksentzündungen, Nierenentzündungen, Schädigung anderer Organe (Herz, Nervensystem) Behandlung: Antibiotika Prophylaxe: Regelmäßiges Absuchen und Entfernen der Zecken mit Zeckenzange Zeckenmittel Impfung gegen B. Burgdorferi-Infektionen möglich Im ersten Jahr 2x im Abstand von 3- 5 Wochen, gefolgt von jährlichen Auffrischungsimpfungen, am besten in der kalten Jahreszeit.
Impfungen
Gegen Staupe, Hepatitis contagiosa canis, Leptospirose, Parvovirose, Zwingerhusten, Tollwut und Borreliose.
Staupe, Carresche Krankheit, Distemper Definition: ansteckende, akute oder subakute, fieberhafte virale Allgemeinerkrankung der Hunde, Kleinbären, Frettchen, Wiesel, Marder, Nerz, Otter, Dachs mit Befall unterschiedlicher Organe. Erreger: Paramyxovirus Ansteckung: Ausscheidung über alle Se- und Exkrete. Aufnahme über Nase und Mund, Vermehrung im Lymphgewebe des Rachenraumes, Ausbreitung im gesamten Körper über die Blutbahn, Befall der Schleimhäute des Atmungs-, Verdauungs-, Harntraktes, der Haut und der Drüsen. Bakterielle Sekundärinfektionen. Inkubationszeit: 3- 7 Tage Symptome: Fieber, Appetitlosigkeit, gestörtes Allgemeinbefinden, geschwollene und gerötete Mandeln, hochrote Bindehäute, eitriger Nasen- und Augenausfluß. Katarrhe des Atmungstraktes (Laryngitis, Tracheitis, Bronchitis, Bronchopneumonie, Keratitiden, trockenes Auge) oder des Verdauungstraktes (Erbrechen und Durchfall). Nervöse Form gleichzeitig oder nach der katarrhalischen Form (Schwäche der Gliedmaßen, schlaffe Lähmungen, Krämpfe, Staupe- "Tic", Zittern, Manegebewegungen, unkoordinierter Gang. Epilepsie als Spätfolge. Hautform: Rötung und Entzündung der Haut mit Pusteln meist am Bauch, hochgradige Rötung der Innenfläche der Haut. Hartballenkrankheit: Verhornung des Nasenspiegels und der Sohlenballen Meist zusammen mit der nervösen Staupeform. Diagnostik: Symptome wurden in den letzten Jahren undeutlicher Antikörpernachweis in Bindehautabstrichen und im Blut (erst ab 2. Woche) Therapie: Hochimmunserum, Infusionen, Antibiotika, symptomatische, begleitende Therapie Prognose: Katarrhalische Formen zweifelhaft, nervöse Formen und Hartballenkrankheit ungünstig.
Hepatitis contagiosa canis, H.c.c., ansteckende Leberentzündung des Hundes, Rubarthsche Krankheit, Fuchsencephalitis
Definition: ansteckende, akute, fieberhafte virusbedingte Erkrankung der Hunde mit Schwerpunkt in der Leber. Erreger: Adenovirus Ansteckung: Virus kann von erkrankten, aber gesund erscheinenden Hunden lange Zeit mit allen Sekreten und Exkreten ausgeschieden werden. Wird über den Mund aufgenommen und breitet sich über die Lymphbahnen im ganzen Körper aus. In der Leber Schädigung der Leberzellen. Inkubationszeit: 2- 5 Tage Symptome: Welpen bis zum Alter von 1 Woche: perakuter Tod Ältere Tiere: Fieberschübe, gestörtes Allgemeinbefinden, Appetitlosigkeit, vermehrter Durst, Bauchschmerzen (besonders Vorderbauch), hochrote Schleimhäute, Mandelentzündungen, Störungen der Blutgerinnung, Blutungen im Augeninneren, Laborveränderungen (Leukopenie, Anstieg der Leberenzyme). Chronische Leberentzündung als Spätfolge. Therapie: Hochimmunserum, Breitspektrumantibiotikum, Infusionen, ggf. Schmerzmittel, ggf. Heparin. Prognose: je langsamer der Verlauf, desto günstiger.
Leptospirose, Stuttgarter Hundeseuche, Weilsche Krankheit
Definition: ansteckende, bakterielle Infektionskrankheit mit Septikämie und Befall verschiedener Organe. Erreger: Leptospira icterohaemorrhagica, grippotyphosa, sejroe, canicola u.a. Ansteckung: Ausscheidung von Hund und kleinen Nagetieren mit dem Harn und Speichel. Aufnahme in den Organismus über Schleimhäute und Haut, Verbreitung über den Blutweg (Sepsis) auf verschiedene Organe, wie Herz, Herzbeutel, Brustfell, Leber und Niere. Es kommt zu Zerfall der roten Blutkörperchen. Inkubationszeit: 4- 12 Tage. Symptome: plötzlich auftretendes, unstillbares Erbrechen, Fieber, Appetitlosigkeit, Durchfall, gerötete Schleimhäute, Austrocknung. Im Labor starke Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen. Nach einigen Tagen Gelbsucht mit Gelb- oder Braunverfärbung der Schleimhäute und des Urins. Schwere Gerinnungsstörungen. Therapie: Antibiotika, Infusionen, bei Gerinnungsstörungen Heparin. Prognose: ungünstig. Oft chronische Nierenschädigungen als Spätfolge.
Parvovirose, "Katzenseuche des Hundes"
Definition: durch das Canine Parvovirus ausgelöste akute Herzmuskelentzündung oder Darmentzündung. Erreger: Canines Parvovirus. Ansteckung: Virus ist sehr widerstandsfähig, kann in Räumen mit Zimmertemperatur monate- bis jahrelang überleben. Ausscheidung über den Kot. Aufnahme über den Mund. Es vermehrt sich in schnell teilenden Zellen. Deshalb bei Welpen unter 3 Monaten Befall vorwiegend des Herzens, bei Hunden über 3 Monaten des Darmes. Inkubationszeit: 4- 10 Tage. Symptome: bei Welpen ohne vorhergehende deutliche Krankheitsanzeichen schwere Herzmuskelerkrankung mit schnellem Tod mit Atemnot, röchelnden Atemgeräuschen und Blaufärbung der Schleimhäute. Bei älteren Hunden schlechtes Allgemeinbefinden, zum Teil Fieber, heftiges Erbrechen und Durchfall, oft wässrig- blutig. Rasche Austrocknung. Therapie: Infusionen, Diät, Antibiotika bei Sepsis, Kortison bei Schock, Hochimmunserum. Desinfektionsmaßnahmen (Formalin)!! Prognose: Herzmuskelerkrankung unheilbar, Darmformen zweifelhaft bis ungünstig.
Tollwut, Lyssa, Rabies
Definition: akute, virusbedingte, tödlich verlaufende Gehirnentzündung des Menschen, der Säugetiere und von Vögeln. Erreger: Rhabdovirus. Ansteckung: Ausscheidung über Speichel, Aufnahme durch Biß mit dem Speichel in die Wunde, bzw. mit dem Speichel ohne Biß in kleine Hautläsionen. Ausbreitung entlang der Nervenbahnen ins Gehirn. Inkubationszeit: 14- 60 Tage. Symptome: "klassischer" Verlauf in 3 Phasen: 1. Verhaltensänderung während weniger Stunden bis 4 Tage. 2. Erregungsphase, „rasende Wut“. 3. Lähmungsstadium und Tod. Therapie: keine bekannt und keine erlaubt! Meldepflicht!! Amtstierarzt entscheidet über Tötung oder mögliche Quarantäne.
IMPFSCHEMA
A. Grundimmunisierung
Standardschema
9. Lebenswoche 7-fach: Staupe, Hepatitis contagiosa canis, Leptospirose, Parvovirose und Zwingerhusten. 12. Lebenswoche 8-fach: Staupe, Hepatitis contagiosa canis, Leptospirose, Parvovirose, Zwingerhusten und Tollwut. Ggf. Borreliose.
Bei Parvovirose-Infektionsgefahr (größere Bestände, erhöhter Infektionsdruck)
5./6.Lebenswoche Parvovirose. 9. Lebenswoche 7-fach. 12. Lebenswoche 8-fach. Ggf. Borreliose.
Bei Staupe- und/oder Zwingerhusten-Infektionsgefahr (größere Bestände, erhöhter Infektionsdruck)
5./6. Lebenswoche Staupe, Zwingerhusten 9. Lebenswoche 7-fach. 12. Lebenswoche 8-fach. Ggf. Borreliose.
B. Auffrischungsimpfungen
Jährlich 8-fach. Ggf. Borreliose.
Denken Sie rechtzeitig vor Reiseantritt an nötige Impfungen (EU-Heimtierausweis!) und spezielle Vorschriften für Schweden, Großbritannien und Nordirland !!
Zyklus der Hündin
Läufigkeit In der Regel alle 5- 7 Monate. Einige Hunderassen (z.Bsp. Basenjii und russische Laikarassen) nur 1x im Jahr. Die erste Läufigkeit ist rassetypisch unterschiedlich meist zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat. Dauer: 3- 4 Wochen. 4 Phasen des Zyklus: 1. Proöstrus (Vorbereitungsphase): blutiger Scheidenausfluß, aber ein Rüde wird noch nicht toleriert. 2. Östrus (Eisprungstadium): klarer Scheidenausfluß, Hündin ist aufnahmebereit. 3. Metöstrus (Nachbrunststadium): die äußeren Läufigkeitserscheinungen klingen ab, das Verhalten der Hündin normalisiert sich, unabhängig, ob eine Befruchtung stattgefunden hat oder nicht. 4. Anöstrus (brunstloses Stadium): die Zeit zwischen zwei Läufigkeiten.
Trächtigkeit Sie dauert im Mittel 63 Tage. Keine Impfungen von trächtigen Hündinnen, Entwurmungen sind möglich. Spezielle Ernährung ist nötig.
Scheinträchtigkeit Manche Hündinnen zeigen auch ohne Trächtigkeit Nestbauverhalten, behandeln Spielzeug wie Welpen und produzieren Milch ca. 4- 7 Wochen nach der Läufigkeit. Milde Formen lassen sich durch Ablenkung und Wegnehmen des Spielzeugs „behandeln“. Leidet die Hündin darunter, so gibt man entsprechende Medikamente.
Empfängnisverhütung · Aufpassen. · Hormonbehandlungen. · Kastration. Lassen Sie sich von uns beraten!
Pyometra, Gebärmuttervereiterung Zeigt Ihre Hündin 4- 6 Wochen nach der Läufigkeit Fieber, vermehrten Durst und Scheidenausfluß, könnte es sich um eine Vereiterung der Gebärmutter handeln. Bitte baldmöglichst zur Untersuchung bringen!
Geschlechtsorgane des Rüden
Normale Hodenentwicklung In der 9. Lebenswoche sollten beide Hoden von der Bauchhöhle aus in den Hodensack abgestiegen sein.
Kryptorchismus, Zurückbleiben der Hoden Ein zurückgebliebener Hoden kann im Bauchraum (abdominaler Kryptorchismus) oder im Leistenkanal (inguinaler Kryptorchismus) liegen. Solche Rüden sollten keinesfalls zur Zucht verwendet, sondern operiert werden.
Prostata Eine Prostatahyperplasie, also eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse, sollte abhängig von der Größe und Art (Zysten?) entweder hormonell oder durch Kastration behandelt werden. Komplikationen einer unbehandelten Prostatahyperplasie sind: eitrige Prostatitis, Prostatazysten und Kotabsatzbeschwerden mit Dammbruch (Perinealhernie).
Präputialkatarrh Dies ist eine harmlose Entzündung der Vorhaut, die bei den meisten Rüden auftritt und sich oft verstärkt, wenn eine läufige Hündin in der Nähe ist. Bei einer stärkeren Entzündung helfen milde Spülungen.
Vorsorge im Alter
Alter ist relativ! Generell gilt: je größer die Rasse, desto kürzer die Lebenserwartung. Durch gesunde, artgerechte Ernährung, viel Auslauf und regelmäßige Impfungen und Erwurmungen können Sie Ihrem Hund helfen, gesund alt zu werden! Vorsorgeuntersuchungen · 1x jährlich (z.Bsp. anlässlich Impfung) gründliche klinische Allgemeinuntersuchung: Haut, Ohren, Augen, Zähne, Lymphknoten, Herz und Kreislauf, Gesäugeleisten und Scheide/Hoden, Durchtasten des Bauches. · Ggf. weiterführende Untersuchungen wie Labor, EKG und Ultraschall. · Umstellen der Ernährung: die Futtermenge auf etwa ¾ reduzieren, mehrfach tgl. kleine Mengen füttern, Futter mit hochwertigen Eiweißquellen verwenden, bzw. spezielle Diät bei Organerkrankungen.
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